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Berliner Hitzehilfe 2026: Unterstützung in einem heißen Sommer

Ende August ging die diesjährige Berliner Hitzehilfe-Periode zu Ende. Auch in diesem Sommer haben zahlreiche Träger, Initiativen und Ehrenamtliche dazu beigetragen, obdachlose und wohnungslose Menschen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen. Denn fehlender Zugang zu Trinkwasser, Schatten oder Rückzugsorten kann an heißen Tagen schnell zur Gefahr werden. Seit Jahren steigt die Zahl der Hitzetoten auch in Deutschland.

Hitzehilfe auf Rädern

Ein wichtiger Bestandteil der Berliner Hitzehilfe war auch in diesem Jahr der LöwenHerzBus der GEBEWO, der von Juni bis August berlinweit unterwegs war. Insgesamt wurden 30 Fahrten durchgeführt. Dabei engagierten sich 23 Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Bereichen der GEBEWO, darunter NÜF, Verbund, Koordinierungsstelle der Berliner Kältehilfe, Frauenwohnen Plus, EAF, Teupe, die Arztpraxis, das Qualitätsmanagement, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Bereichsleitung. Die Teams der Frostschutzengel und des MOCT begleiteten regelmäßig zwei Fahrten pro Monat und boten niedrigschwellige Beratung für obdachlose EU-Bürger*innen in verschiedenen Sprachen an.

Während der Einsätze wurde deutlich, dass neben Wasser und Sonnenschutz insbesondere Hygieneartikel stark nachgefragt werden. Deshalb wurde das Angebot in diesem Jahr erweitert. Auch Sonnenbrillen erwiesen sich als sinnvolle Ergänzung und wurden ebenso wie die von BSI Merch gespendeten Kappen dankbar angenommen. Mitarbeitende des Unternehmens unterstützten den LöwenHerzBus zudem bei zwei Einsätzen persönlich.

Kleine Gesten, große Dankbarkeit

Doch Hitzehilfe bedeutet weit mehr als die Ausgabe von Wasserflaschen oder Sonnenschutz. Sie schafft Begegnungen und ermöglicht Gespräche mit Menschen, die häufig nur schwer Zugang zu Unterstützungsangeboten finden. Faina Stukalina von den Frostschutzengeln, die mehrfach mit dem LöwenHerzBus unterwegs war, erinnert sich besonders an die Reaktionen der Menschen:

„Man hat gespürt, dass sogar kleine Dinge wie ein Haferriegel oder eine Wasserflasche nicht nur ein Strahlen in ihren Gesichtern ausgelöst haben, sondern Ausdruck tiefer Dankbarkeit waren."

Gleichzeitig seien es oft die Gespräche gewesen, die den Unterschied machten:

„Viele Menschen waren froh, dass man ihnen Aufmerksamkeit schenkte. Durch das Verteilen von Sachen hatte ich das Gefühl, Vertrauen zu gewinnen. Einige Menschen haben sich geöffnet und über ihre Sorgen, Ängste und Bedürfnisse gesprochen."

Eine feste Säule der Nothilfe

Die Erfahrungen der diesjährigen Saison bestätigen die Erkenntnisse der vergangenen Jahre: Der Bedarf an niedrigschwelliger Unterstützung im öffentlichen Raum bleibt hoch. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Berliner Hitzehilfe angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und häufiger auftretender Hitzewellen von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt. Sie hat sich inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil des Berliner Wohnungsnotfallhilfesystems entwickelt und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz besonders vulnerabler Menschen im öffentlichen Raum. Neben konkreten Hilfsangeboten sind es oft die persönliche Ansprache, die Zeit für ein Gespräch und das Gefühl, wahrgenommen zu werden, die von den Betroffenen besonders geschätzt werden.

Mit dem offiziellen Ende der Berliner Hitzehilfe Ende August endet zwar die Saison, der LöwenHerzBus bleibt jedoch auch im September weiterhin im Einsatz, um obdachlose Menschen in Berlin mit dringend benötigten Hilfen und Beratung zu erreichen.

Unser Dank gilt allen Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Spender*innen und Kooperationspartnern, die die diesjährige Hitzehilfe möglich gemacht haben. Gemeinsam konnten wir dazu beitragen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie besonders gebraucht wird.

Titelbild: Symbolbild, KI-generiert